Wenn der Fortschritt den Spielplatz verliert

Wenn der Fortschritt den Spielplatz verliert
Photo by Power Lai / Unsplash

Elektrisches Licht setzte sich durch – nicht wegen eines Kerzenverbots.
Autos setzten sich durch – nicht wegen eines Droschkenverbots.
PCs setzten sich durch – nicht wegen eines Schreibmaschinenverbots.
Farbfernsehen setzte sich durch – nicht wegen eines Schwarz-Weiß-TV-Verbots.
Nur die E-Autos brauchen anscheinend ein Verbrennerverbot.


Fortschritt entsteht, wenn man ihn lässt

Innovation war immer ein Kind der Freiheit.
Sie entsteht dort, wo Menschen ausprobieren dürfen, wo Fehler erlaubt sind, wo Neues wachsen kann.

Fortschritt ist ein Spielplatz – kein Ministerium.
Er braucht Raum, Geräusche, Ausprobieren, Wettbewerb.
Und manchmal eben auch ein paar Schrammen, wenn man vom Klettergerüst fällt.

Wenn man den Spielplatz schließt, weil es zu laut ist, zu bunt oder zu gefährlich,
dann hat man bald keine glücklichen Menschen mehr.
Kein Kinderlachen. Kein Risiko. Keine Entdeckung.
Nur noch gepflegten Stillstand.


Warum Verbote keine Innovation ersetzen

Die besten Ideen haben sich nie durch Verordnungen durchgesetzt,
sondern, weil sie besser waren.
Edison brauchte kein Kerzenverbot.
Carl Benz keine Droschkenquote.
Und Steve Jobs keine Schreibmaschinensteuer.

Fortschritt überzeugt – oder verschwindet.
Er braucht Konkurrenz, Neugier, Begeisterung.
Wer glaubt, ihn durch Gesetze erzwingen zu können,
erstickt ihn am Ende im Regelwerk.


Das Fortschrittsministerium

Heute gibt es fast für alles ein Ministerium –
warum also nicht auch eines für den Fortschritt?
Ein Haus mit tausend Mitarbeitern,
die darüber beraten, wie man Innovation verordnet.

Man würde dort Leitfäden schreiben,
Förderprogramme aufsetzen,
Sitzungen abhalten über das „Innovationsklima“.

Nur eines würde man dort vermutlich nicht sehen:
Menschen, die wirklich etwas bauen.

Fortschritt lässt sich nicht administrieren.
Er braucht keinen Antrag, sondern ein Abenteuer.


Deutschland, das Land der geschlossenen Spielplätze

Deutschland war einmal das Land der Tüftler, Denker und Ingenieure.
Heute ist es das Land der Normen, Formulare und Genehmigungen.
Wo früher probiert wurde, wird heute reguliert.
Und wer etwas wagt, wird zum Risiko erklärt.

Doch wo kein Spielplatz mehr ist,
da wächst auch kein neues Spiel.


Freiheit ist die Währung des Fortschritts

Wenn Politik wirklich Fortschritt will,
muss sie wieder Freiheit ermöglichen – nicht einschränken.
Freiheit zum Forschen, Scheitern, Verbessern.

Denn Fortschritt lebt nicht von Verboten,
sondern von Menschen, die Dinge tun,
die vorher keiner versucht hat.

Solange dieser Spielplatz offen bleibt,
gibt es auch Zukunft.