Warum Bitcoin eine der wenigen echten Sparformen in Deutschland ist

Warum Bitcoin eine der wenigen echten Sparformen in Deutschland ist
Photo by Andre Taissin / Unsplash

Und warum die Politik dabei ist, sogar das kaputtzumachen

Wenn man in Deutschland versucht, langfristig Geld zu sparen, stößt man sehr schnell an Grenzen. Tagesgeld, das hinter der Inflation zurückbleibt. Aktiengewinne, die trotz jahrelanger Haltezeit voll besteuert werden. Immobilien, die durch Kaufnebenkosten, Regulierung und Erhaltungspflichten immer unattraktiver werden. Und ein Rentensystem, das laut sämtlichen Projektionen in Zukunft weniger auszahlen wird, als viele Menschen heute einzahlen.

In diesem Umfeld wurde Bitcoin für viele Deutsche zu einer neuen Form des Sparens:
Ein langfristiges, staatenunabhängiges Wertaufbewahrungsmittel – ähnlich wie früher Gold, nur digitaler, transparenter und begrenzter. Genau deshalb existiert die steuerfreie Haltefrist von zwölf Monaten: Sie macht es möglich, Bitcoin wie ein langfristiges Sparprodukt zu nutzen, ohne dass der Staat jeden Ertrag sofort abschöpft.

Doch statt diese Entwicklung zu verstehen, diskutiert Deutschland darüber, ob man genau diese Sparmöglichkeit nicht stärker belasten sollte. Dabei übersieht die Politik einen entscheidenden Punkt: Sparen funktioniert nur dann, wenn die Rahmenbedingungen stabil sind. Wer langfristig spart, braucht langfristige Sicherheit – keine Steuerkeule nach politischer Stimmungslage.

Während Deutschland also über strengere Regeln debattiert, haben Länder wie Tschechien längst erkannt, dass Bürger Sparanreize brauchen. Dort sind Bitcoin-Gewinne nach drei Jahren steuerfrei, bis zu rund 1,6 Millionen Euro pro Jahr. Und jeder Deutsche kann ohne bürokratische Hürde einfach dorthin ziehen. Damit wird Bitcoin nicht nur zu einer Sparform – sondern auch zu einem Mobilitätsfaktor für Vermögen.

Wer früh begonnen hat zu sparen und aus einer kleinen Bitcoin-Position zwei Millionen gemacht hat, steht vor einer simplen Entscheidung:
In Deutschland müsste er davon mehrere hunderttausend Euro Steuern zahlen.
In Tschechien: nichts.

Das hat weniger mit „Steuerflucht“ zu tun als mit gesundem Menschenverstand. Sparen ist ein langfristiger Prozess – und wenn langfristige Regeln regelmäßig infrage gestellt werden, weicht Kapital dorthin aus, wo die Spielregeln verlässlich sind.

Dabei wird häufig das Argument gebracht, Bitcoin-Sparer seien „ungerecht privilegiert“ gegenüber Arbeitnehmern. Doch das verkennt völlig die unterschiedlichen Risiken. Arbeitnehmer haben einen festen Vertrag, Sozialversicherung, Lohnfortzahlung, und selbst bei Jobverlust zwölf Monate Arbeitslosengeld – auch wenn sie noch Ersparnisse haben. Ein Sparer, der in Bitcoin investiert, hat all das nicht. Wenn er falsch liegt, ist das Geld weg. Ohne Auffangnetz, ohne Schutzmechanismus.

Sparen in Bitcoin ist echtes Risiko – im Gegensatz zum fest kalkulierbaren Einkommen aus Erwerbsarbeit. Wer beide Dinge gleichsetzt, versteht entweder die soziale Marktwirtschaft nicht oder möchte bewusst Stimmung erzeugen.

Wer wirklich sparen möchte, braucht etwas anderes: Planungssicherheit.
Genau das bietet die steuerfreie Haltefrist. Sie belohnt diejenigen, die nicht spekulieren, sondern langfristig sparen. Sie fördert das HODLn statt das kurzfristige Traden. Und sie sorgt dafür, dass Menschen überhaupt eine Alternative zum schleichend entwerteten Euro haben.

Das Problem: Deutschland merkt nicht, wie attraktiv diese Regel im internationalen Vergleich ist. Kapital ist mobil. Und Sparvermögen erst recht. Wenn Deutschland durch politische Unsicherheit das langfristige Sparen erschwert, wandern genau die Sparer ab, die später die stärksten Steuerzahler gewesen wären. Andere Länder profitieren, Deutschland verliert: Vermögen, Konsumkraft, Investitionen, Steuereinnahmen.

Genau deshalb ist Bitcoin eine der wenigen echten Sparformen, die heute funktionieren – nicht wegen der Rendite, sondern wegen der Planbarkeit. Niemand kann Bitcoin entwerten. Niemand kann die Geldmenge erhöhen. Niemand kann aus dem Nichts neue Einheiten erzeugen. Bitcoin ist ein Sparvertrag mit der Physik, nicht mit Staatshaushalten, Wahlzyklen oder Schuldenständen.

Wenn Deutschland klug wäre, würde es diese Form des Sparens fördern, statt sie politisch zu bedrohen. Doch solange über neue Steuerideen diskutiert wird, bleibt eines bestehen:
Wer langfristig spart, möchte langfristige Sicherheit.
Und wenn Deutschland diese nicht bietet, bieten es andere Länder. Ganz legal, ganz einfach – und für Sparer wesentlich attraktiver.

Wer sparen will, braucht stabile Anreize, keine wankelmütige Politik. Und genau deshalb ist Bitcoin aktuell eine der solidesten Sparformen, die Deutschland zu bieten hat – ironischerweise nicht wegen des Staates, sondern trotz ihm.